Beratung an der VS Anif

Veröffentlichungsdatum16.01.2026Lesedauer2 MinutenKategorienVolksschule

Die Vielfalt in der Beratungsarbeit


Seit 6 Jahren bin ich nun schon als Beratungslehrerin an mittlerweile 5 Volksschulen im Flachgau tätig. Unter anderem an der Volksschule Anif.

Wir BeratungslehrerInnen sind ausgebildete Lehrpersonen mit Berufserfahrung im Pflichtschulbereich und 3 Jahren Zusatzausbildung. Unser Tätigkeitsfeld umfasst die Arbeit am Kind, die Unterstützung für Eltern und ErzieherInnen, die kollegiale Beratung der PädagogInnen und der Schulleitung sowie die Vernetzung mit Institutionen.

Allein die Fahrt am Donnerstag morgens zur Schule ist ein Genuss. Mit Blick auf den Untersberg und das neue Schulgebäude beginnt der Tag schon mit Freude. Die ersten Begegnungen und Gespräche mit Eltern und Kindern am Parkplatz und am Weg zur Schule stimmen mich auf den Tag ein. Ein Teil des Vormittags ist meist schon mit Terminen verplant, aber für spontane Unterstützung und Hilfsangebote ist immer Zeit.

Wann bitten PädagogInnen, Eltern und SchülerInnen um Unterstützung?

Wenn sich beim Kind Veränderungen im Verhalten oder den Leistungen zeigen oder wenn es zu Veränderungen im Familiensystem oder erweiterten sozialen Umfeld kommt. Ein Gehirn im Krisenmodus ist nur bedingt aufnahmefähig und daher bin ich sehr froh, wenn achtsame und aufmerksame PädagogInnen und Eltern reagieren, sobald sie eine Veränderung beim Kind bemerken. Ein Kind, das Probleme macht, hat Probleme. Ängste, Sorgen, Belastungen und Unsicherheiten machen sich oft durch Bauch- und/oder Kopfweh bemerkbar.

Mein Hauptaugenmerk liegt auf dem Wohlergehen der Schüler. Das Wohl des Kindes ist oberstes Prinzip – Stärken stärken, Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit fördern, Gefühle und Emotionen wahrnehmen und ausdrücken lernen – sind förderlich für die psychosoziale Entwicklung und somit auch für das Denken, das Lernen, die Aufmerksamkeit und Konzentration. Kinder reagieren anders auf emotionalen Stress als Erwachsene. Sie sind auf ihre Bezugspersonen angewiesen, um herausfordernde Situationen zu meistern.

Und oft kommen die Kinder auch „nur“ zum Spielen, Erholen, Plaudern und um sich eine „Portion ungeteilte Aufmerksamkeit“ abzuholen.

Die Volksschule Anif ist ein besonderer Ort an dem das Kind, das Lernen und die soziale Interaktion im Mittelpunkt stehen und ich bin jedes Mal aufs Neue dankbar und froh, an einem so besonderen Ort tätig sein zu dürfen. 


geschrieben von Christa Lindenthaler